Berlin-Marathon 2009

Geschafft! Mein erster Marathon. 42,195 Kilometer Laufen durch Berlin. Die Zeit: 4:19:26 Stunden. Kein Spitzenmaß aber immerhin noch im Mittelfeld bei 40.000 Läufern. Wir hatten 26°C und einen strahlend blauen Himmel. Jeder der läuft weiß, wie warm einem bei diesen Temperaturen werden kann. Glücklich waren bestimmt jene, die die Strecke in 2,5 Stunden geschafft haben. Bis zu Mittag war die Wärme erträglich aber danach hat sie mir doch zu schaffen gemacht.  Selbst Weltrekordläufer Haile Gebrselassie war es zu warm. Mit 2:06:08 Stunden Laufzeit hat er sein Ziel, den eigenen Rekord zu knacken um 2 Minuten und 9 Sekunden verfehlt. Nach seinen Angaben sind Temperaturen um 17°C ideal geeignet.

Ich persönlich hatte mir eine realistische Zielzeit von 4 Stunden vorgenommen. Schließlich habe ich für die Marathon-Teilnahme auch sehr viel trainiert. Ich bin 3-4 Mal in der Woche gelaufen. Mindestens 2 Mal die kleine Runde bei einer Zielzeit von 1 Stunde für ca. 12 Kilometer. 1 Mal pro Woche den Halbmarathon in 1:45:00. Dazu Tempoeinheiten und leichtes Geände. Rein rechnerisch ergibt sich daraus eine Zeit von 3,5 Stunden auf die gesamte Marathondistanz. Dieses Tempo allerdings auf der gesamten Strecke beizubehalten, bedeutet einen ordentlichen Kraftakt. Der Test auf 33 Kilometern hat mir das bewusst gemacht. Es heißt, ab Kilometer 30 kommt der Mann mit dem Hammer. Ab hier wird alles anders, anstrengender. Der Körper wird müde. Die Kraft lässt deutlich nach. Und so war es schließlich auch beim Berlin-Marathon. Erstaunlich dabei, dass die durchschnittliche Zeit für 5 km mit knapp 30 Minuten annähernd gleich geblieben ist.

Schlussendlich haben Kraft und Motivation ausgereicht. Dank der ausgezeichneten Versorgung mit Getränken und Obst. Und nicht zuletzt dank eines ausgezeichneten Publikums. Es war eine tolle Atmosphäre, die Stimmung überwältigend. Wir wurden beim Vornamen angerufen, angefeuert mit Pauken und Trompeten, Gitarre und Bass, mit Rasseln, Knarren und bloßen Händen. Ich bekomme noch heute einen Anflug von Gänsehaut, wenn ich mich daran erinnere. Ankommen war das Ziel und das habe ich erreicht. Die Strapazen haben sich gelohnt. Ich habe einen Marathon geschafft. Die körperlichen Schmerzen sind längst vergessen, das gute Gefühl bleibt! Danke Berlin. Danke Thilo.

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